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	<title>Frauen in Führung Archive - Ute Zischinsky - Die Coach</title>
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	<description>Coaching in Salzburg und Online für Führungskräfte und Unternehmer*innen</description>
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	<title>Frauen in Führung Archive - Ute Zischinsky - Die Coach</title>
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		<title>Was dich erfolgreich gemacht hat, bringt dich jetzt nicht weiter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Admin20]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2026 08:51:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Warum mehr Leistung allein weder den nächsten Karriereschritt noch mehr Einfluss garantiert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://utezischinsky.eu/was-dich-erfolgreich-gemacht-hat-bringt-dich-jetzt-nicht-weiter/">Was dich erfolgreich gemacht hat, bringt dich jetzt nicht weiter</a> erschien zuerst auf <a href="https://utezischinsky.eu">Ute Zischinsky - Die Coach</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3 style="font-weight: 400; text-align: center;"><strong>Warum mehr Leistung allein weder den nächsten Karriereschritt noch mehr Einfluss garantiert</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Viele Frauen glauben noch immer an einen gefährlichen Deal: Wenn ich mehr leiste, werde ich irgendwann dafür belohnt. Also übernehmen sie zusätzliche Aufgaben, springen ein und beweisen jeden Tag aufs Neue, wie belastbar und verlässlich sie sind. Doch wer immer nur dafür sorgt, dass alles läuft, wird vor allem in der bestehenden Position unentbehrlich.</strong></p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Die fleißige Biene wartet auf Anerkennung</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Die fleißige Biene gibt 150 Prozent. Sie möchte mindestens genauso gut, meistens sogar besser sein als ihre männlichen Kollegen. Wenn es schwierig wird, übernimmt sie. Wenn jemand ausfällt, springt sie ein. Wenn eine Aufgabe liegen bleibt, erledigt sie sie.</p>
<p style="font-weight: 400;">Dahinter steht die Erwartung, dass dieser Einsatz gesehen und irgendwann gerecht belohnt wird: mit Anerkennung, einer Führungsposition oder einem Gehalt, das der eigenen Verantwortung entspricht.</p>
<blockquote>
<p style="font-weight: 400;"><em>„Aber Fleiß wird im Business selten mit Macht belohnt. Meist wird er mit noch mehr Arbeit belohnt.“</em></p>
</blockquote>
<p style="font-weight: 400;">Wer zuverlässig jede Lücke schließt, bekommt weitere Aufgaben. Wer dauerhaft dafür sorgt, dass alles läuft, wird genau dort gebraucht. So wirst du unentbehrlich in der Position, aus der du eigentlich herauswillst.</p>
<p style="font-weight: 400;">Während du arbeitest, sprechen andere über den nächsten Karriereschritt. Sie formulieren ihre Ambitionen, verhandeln ihr Gehalt und bringen sich für Aufgaben ins Spiel, die ihnen mehr Sichtbarkeit und Einfluss verschaffen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Leisten sie dauerhaft mehr als du? Warten sie darauf, dass jemand ihre beruflichen Ziele errät und ihre Mehrleistung irgendwann von selbst belohnt?</p>
<p style="font-weight: 400;">Eher nicht.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Wenn Leistung zum Karrierehindernis wird</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Gute Arbeit zu leisten, ist nicht das Problem. Problematisch wird es, wenn Leistung zum täglichen Beweis der eigenen Kompetenz werden muss.</p>
<p style="font-weight: 400;">Dann fällt es schwer, eine Aufgabe abzulehnen oder Verantwortung abzugeben. Du bleibst länger, bereitest dich noch gründlicher vor und kontrollierst lieber einmal mehr. Trotzdem stellt sich nie das Gefühl ein, dass es reicht.</p>
<p style="font-weight: 400;">Der Preis dafür bleibt nicht im Büro. Die Arbeit läuft nach Feierabend im Kopf weiter. Sie kostet Energie, belastet Beziehungen und nimmt dir persönliche Freiheit. Und all dieser Einsatz führt trotzdem nicht automatisch dorthin, wo du beruflich hinwillst.</p>
<p style="font-weight: 400;">Für den nächsten Karriereschritt reicht es nicht, hervorragende Arbeit zu leisten und darauf zu hoffen, dass sie für sich spricht. Andere müssen wissen, welche Position du anstrebst, welche Verantwortung du übernehmen willst und welches Einkommen du dafür erwartest.</p>
<blockquote>
<p style="font-weight: 400;"><em>„Du musst nicht noch mehr leisten. Du musst aufhören, deine Kompetenz jeden Tag neu beweisen zu wollen.“</em></p>
</blockquote>
<p style="font-weight: 400;">Das bedeutet nicht, weniger engagiert zu arbeiten. Es bedeutet, deine Energie nicht ausschließlich in die operative Arbeit zu stecken, sondern auch deine beruflichen Interessen zu vertreten.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Den eigenen Anspruch ernst nehmen</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Anna war zu Beginn unseres Coachings überzeugt, für eine Führungsrolle nicht geeignet zu sein. Erst als sie ihre Stärken klarer erkannte, nahm sie auch ihr berufliches Ziel wirklich ernst.</p>
<p style="font-weight: 400;">Sie wartete nicht länger darauf, dass jemand ihr die nächste Position anbot. Sie bewarb sich als Head of HR und vertrat ihren Vorgesetzten drei Wochen lang. Damit wurde sichtbar, dass sie die Verantwortung nicht nur übernehmen wollte, sondern bereits übernehmen konnte.</p>
<p style="font-weight: 400;">Anschließend wurde sie offiziell zur stellvertretenden HR-Managerin ernannt – mit einer entsprechenden Gehaltserhöhung und der Option auf den nächsten Karriereschritt innerhalb der kommenden zwei Jahre.</p>
<p style="font-weight: 400;">Ihre Veränderung beschreibt sie so:</p>
<blockquote>
<p style="font-weight: 400;">„Heute habe ich nicht nur dieses Ziel klar vor Augen, sondern auch das Selbstvertrauen, es ernst zu nehmen und die notwendigen Schritte zu setzen.“</p>
</blockquote>
<p style="font-weight: 400;">Bewirb dich nicht erst, wenn du glaubst, 120 Prozent der Anforderungen zu erfüllen. Mache deine Erfolge sichtbar. Sprich aus, welche Position du willst. Verhandle das Gehalt, das deiner Verantwortung entspricht.</p>
<p style="font-weight: 400;">Deine bisherige Leistung hat dich an diesen Punkt gebracht. Für den nächsten Schritt musst du nicht noch fleißiger werden. Du musst deinen beruflichen Anspruch genauso ernst nehmen wie deine Arbeit.</p>
<p style="font-weight: 400;"><a href="https://utezischinsky.eu/kontakt-zum-business-coaching/">Wenn du dich nicht länger über Mehrleistung beweisen, sondern deinen nächsten Karriereschritt bewusst vorbereiten möchtest, freue ich mich auf unseren Austausch in einem unverbindlichen Gespräch.</a></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong><span>Q&amp;A</span></strong></h3>
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<p dir="auto" data-start="316" data-end="813" class="PDq2pG_selectionAnchorContainer"><strong data-start="316" data-end="385">Warum führt gute Leistung nicht automatisch zu einer Beförderung?</strong><br data-start="385" data-end="388" />Gute Leistung ist eine wichtige Grundlage für beruflichen Erfolg, garantiert aber keinen nächsten Karriereschritt. Wer zuverlässig zusätzliche Aufgaben übernimmt und jede Lücke schließt, kann gerade dadurch in der bestehenden Position unentbehrlich werden. Für eine Beförderung ist deshalb auch entscheidend, die eigenen Ambitionen sichtbar zu machen und klar zu kommunizieren, welche Position und Verantwortung man anstrebt.<span aria-hidden="true" class="PDq2pG_selectionAnchor"></span></p>
<p dir="auto" data-start="815" data-end="1269"><strong data-start="815" data-end="868">Kann zu viel Leistung der Karriere sogar schaden?</strong><br data-start="868" data-end="871" />Mehrleistung kann zum Karrierehindernis werden, wenn sie hauptsächlich dazu dient, die eigene Kompetenz immer wieder zu beweisen. Wer ständig einspringt, zusätzliche Aufgaben übernimmt und Verantwortung nur schwer abgibt, investiert viel Energie in die bestehende Rolle. Für den nächsten Karriereschritt braucht es zusätzlich Raum für die eigenen beruflichen Ziele, Sichtbarkeit und Positionierung.</p>
<p dir="auto" data-start="1271" data-end="1708"><strong data-start="1271" data-end="1342">Warum werden fleißige Mitarbeiterinnen nicht automatisch befördert?</strong><br data-start="1342" data-end="1345" />Weil Fleiß zunächst zeigt, dass jemand die aktuelle Aufgabe zuverlässig erfüllt. Wer auf eine Führungsposition oder mehr Verantwortung hinarbeitet, sollte deshalb nicht darauf warten, dass Vorgesetzte diese Ambition von selbst erkennen. Es ist wichtig, die eigenen Ziele auszusprechen und sich aktiv für entsprechende Aufgaben und Positionen ins Spiel zu bringen.</p>
<p dir="auto" data-start="1710" data-end="2111"><strong data-start="1710" data-end="1775">Wie kann ich meine Leistung im Unternehmen sichtbarer machen?</strong><br data-start="1775" data-end="1778" />Sichtbarkeit bedeutet nicht, noch mehr zu leisten. Dazu gehört, eigene Erfolge sichtbar zu machen, berufliche Ziele klar zu benennen und Verantwortung zu übernehmen, die zur angestrebten Position passt. Wer einen nächsten Karriereschritt möchte, sollte nicht ausschließlich darauf vertrauen, dass gute Arbeit für sich selbst spricht.</p>
<p dir="auto" data-start="2113" data-end="2609"><strong data-start="2113" data-end="2175">Wie bereite ich mich auf den nächsten Karriereschritt vor?</strong><br data-start="2175" data-end="2178" />Ein wichtiger Schritt ist, den eigenen beruflichen Anspruch ernst zu nehmen: Welche Position möchte ich erreichen? Welche Verantwortung möchte ich übernehmen? Welches Gehalt entspricht dieser Verantwortung? Daraus lassen sich konkrete Schritte ableiten – beispielsweise sich auf eine Führungsposition zu bewerben, zusätzliche Verantwortung gezielt zu übernehmen oder die eigenen Ambitionen gegenüber Vorgesetzten klar anzusprechen.</p>
<p dir="auto" data-start="2611" data-end="3022"><strong data-start="2611" data-end="2678">Muss ich für eine Führungsposition alle Anforderungen erfüllen?</strong><br data-start="2678" data-end="2681" />Du musst nicht warten, bis du glaubst, 120 Prozent aller Anforderungen zu erfüllen. Entscheidend ist, die eigenen Stärken und bisherigen Erfolge realistisch einzuschätzen und sich für die gewünschte Verantwortung ins Spiel zu bringen. Wer erst handelt, wenn keinerlei Zweifel mehr bestehen, kann berufliche Chancen unnötig lange aufschieben.</p>
<p dir="auto" data-start="3024" data-end="3448"><strong data-start="3024" data-end="3099">Was ist wichtiger für die Karriere: Leistung oder Selbstpositionierung?</strong><br data-start="3099" data-end="3102" />Leistung und Selbstpositionierung erfüllen unterschiedliche Funktionen. Gute Arbeit schafft eine wichtige Grundlage. Für den nächsten Schritt reicht es jedoch nicht immer, darauf zu hoffen, dass Leistung automatisch erkannt und entsprechend belohnt wird. Dazu gehört auch, auszusprechen, welche Position, Verantwortung und Vergütung man anstrebt.</p>
<p dir="auto" data-start="3450" data-end="3942" data-is-last-node="" data-is-only-node=""><strong data-start="3450" data-end="3516">Wie kann ich beruflich vorankommen, ohne noch mehr zu leisten?</strong><br data-start="3516" data-end="3519" />Indem du deine Energie nicht ausschließlich in zusätzliche operative Arbeit investierst. Mache deine Erfolge sichtbar, formuliere deine beruflichen Ziele, übernimm gezielt Verantwortung für Aufgaben, die zu deinem nächsten Schritt passen, und verhandle deine Position und dein Gehalt. Der nächste Karriereschritt verlangt nicht zwangsläufig mehr Fleiß, sondern einen bewussteren Umgang mit dem eigenen beruflichen Anspruch.</p>
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		<title>Wenn aus der Liesl die Elisabeth wird</title>
		<link>https://utezischinsky.eu/wenn-aus-der-liesl-die-elisabeth-wird/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Admin20]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2026 14:41:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Manche Rollen schreiben wir uns selbst zu. Andere bekommen wir von unserem Umfeld zugeschrieben.</p>
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<h3 class="isSelectedEnd" style="text-align: center;"><strong><span>Was „Mami“, „fleißige Biene“ und „Kummerkasten“ mit deiner Position als Führungskraft zu tun haben</span></strong></h3>
<p class="isSelectedEnd"><strong><span>Eine meiner Kundinnen sagte im Coaching: „Ich bin jetzt auch nicht mehr die Liesl im Unternehmen, sondern die Elisabeth.“ Ein anderer Name. Und eine andere Position. Denn wie wir uns selbst bezeichnen und welche Bezeichnungen wir akzeptieren, sagt auch etwas darüber aus, welche Rolle wir im Unternehmen einnehmen.</span></strong></p>
<blockquote>
<p class="isSelectedEnd"><span>„Meine Kundinnen sind meine Mausis.“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>„In meinem Unternehmen bin ich die Mami.“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>„Für meinen Chef bin ich immer verfügbar.“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>„Für meine Kollegen</span><span> bin ich der Kummerkasten.“</span></p>
</blockquote>
<p class="isSelectedEnd"><span>Solche Sätze höre ich immer wieder. Sie klingen zunächst sympathisch, fürsorglich, vielleicht sogar ein bisschen liebevoll. Schließlich ist nichts falsch daran, sich um andere zu kümmern, empathisch zu sein oder für Menschen ein offenes Ohr zu haben.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Aber: Was passiert, wenn daraus eine Rolle wird?</span></p>
<h2><strong><span>Welche Rolle hast du übernommen?</span></strong></h2>
<p class="isSelectedEnd"><span>Manche Rollen schreiben wir uns selbst zu. Andere bekommen wir von unserem Umfeld zugeschrieben und übernehmen sie automatisch.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Die „Mami“ kümmert sich. Sie schaut, dass es allen gut geht, denkt mit, fängt auf und übernimmt Verantwortung, die andere durchaus selbst tragen könnten.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Die „fleißige Biene“ ist verfügbar. Auch dann, wenn sie eigentlich Feierabend hat oder längst andere Prioritäten setzen müsste.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Der „Kummerkasten“ hört zu, fängt Emotionen auf und wird irgendwann zur Anlaufstelle für alles, was im Unternehmen gerade schwierig ist.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Und wer seine Kundinnen als „Mausis“ bezeichnet, mag das herzlich meinen. Trotzdem steckt darin eine Positionierung: Ich bin diejenige, die Bescheid weiß – und die andere ist meine kleine „Mausi“.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Auch solche Rollen können Anerkennung bringen. Nur wirst du dann möglicherweise dafür geschätzt, dass du immer verfügbar bist, alles auffängst, dich kümmerst oder anderen Verantwortung abnimmst. Das ist etwas anderes, als für deine Position, deine Kompetenz und deine Persönlichkeit respektiert zu werden.</span></p>
<h2><strong><span>Die Mami bin ich zu Hause</span></strong></h2>
<p class="isSelectedEnd"><span>Ich bin selbst Mami. Zu Hause. Und dort bin ich es sehr gerne.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Im Unternehmen bin ich es nicht.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Es geht mir deshalb ausdrücklich nicht darum, Fürsorge oder Empathie aus Führung herauszuhalten. Diese Qualitäten dürfen Frauen selbstverständlich mitbringen und leben. Die Frage ist, aus welcher Position heraus ich sie lebe.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Es macht einen Unterschied, ob ich als Führungskraft empathisch handle oder mich für meine Mitarbeitenden verantwortlich fühle wie eine Mutter für ihre Kinder. Ob ich unterstütze oder Verantwortung abnehme. Ob ich zuhöre oder zum Kummerkasten für alles werde.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Wenn ich mich als diejenige sehe, die für alle da sein muss, wird ein Nein schwieriger. Definiere ich mich über permanente Verfügbarkeit, lande ich schnell im Hamsterrad. Und wenn ich Verantwortung für die Befindlichkeiten und Probleme anderer übernehme, verschwimmt die Grenze zwischen deren Verantwortung und meiner.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Diese Grenzenlosigkeit funktioniert in beide Richtungen. Ich kann Grenzen anderer überschreiten, indem ich ihnen Verantwortung abnehme, die ihnen gehört. Gleichzeitig kann ich zulassen, dass meine Grenzen überschritten werden, weil ich meine Rolle darin sehe, immer verfügbar zu sein.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Daraus können Verletzungen und Konflikte entstehen.</span></p>
<h2><strong><span>Wer bist du, wenn du nicht mehr die Mami bist?</span></strong></h2>
<p class="isSelectedEnd"><span>Aus solchen Rollen herauszukommen bedeutet nicht, plötzlich distanziert aufzutreten oder aus der „Mami“ eine besonders harte Chefin zu machen. Dann würde ich lediglich eine Rolle gegen eine andere austauschen.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Die Auseinandersetzung beginnt bei der eigenen Haltung: </span></p>
<ul>
<li class="isSelectedEnd"><span>Wer bin ich als Persönlichkeit? </span></li>
<li class="isSelectedEnd"><span>Wer bin ich in meiner Führungsrolle? </span></li>
<li class="isSelectedEnd"><span>Für welche Werte stehe ich? </span></li>
<li class="isSelectedEnd"><span>Wie möchte ich im Unternehmen und nach außen auftreten und wahrgenommen werden?</span></li>
</ul>
<p class="isSelectedEnd"><span>Mit dieser Klärung verändert sich auch das eigene Verhalten. Ich setze andere Grenzen und muss Anerkennung nicht dadurch herstellen, dass ich mich permanent verfügbar mache oder für alles und jeden verantwortlich fühle.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Deshalb gefällt mir das Beispiel meiner Kundin so gut.</span></p>
<blockquote>
<p class="isSelectedEnd"><em><span>„Ich bin jetzt auch nicht mehr die Liesl im Unternehmen, sondern die Elisabeth.“</span></em></p>
</blockquote>
<p class="isSelectedEnd"><span>Von außen betrachtet eine Kleinigkeit. Für sie war es Ausdruck einer veränderten Position: Sie hatte begonnen, sich selbst anders zu sehen und entsprechend anders aufzutreten.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Es lohnt sich, die Namen und Rollen genauer anzuschauen, die im beruflichen Alltag irgendwann selbstverständlich geworden sind.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Nicht, weil „Mami“, „Mausi“, „fleißige Biene“ oder „Kummerkasten“ per se falsch wären. Entscheidend ist, ob diese Rolle tatsächlich die Position beschreibt, aus der du führen und wirken möchtest.</span></p>
<p><span>Wenn du merkst, dass du beruflich noch zu oft eine Rolle erfüllst, statt deine eigene Position als Führungspersönlichkeit einzunehmen, können wir dort ansetzen. <a href="https://utezischinsky.eu/kontakt-zum-business-coaching/">In meiner Führungsanalyse schauen wir gemeinsam darauf, was dich aktuell in deiner Wirkung begrenzt und wo du etwas verändern kannst.</a></span></p>
</div>
<div>
<div>
<p>&nbsp;</p>
</div>
</div></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><strong><span>Q&amp;A</span></strong></h3>
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<p dir="auto" data-start="261" data-end="724" class="PDq2pG_selectionAnchorContainer"><strong data-start="261" data-end="326">Welche Rollen übernehmen Frauen häufig im beruflichen Umfeld?</strong><br data-start="326" data-end="329" />Frauen übernehmen im beruflichen Umfeld häufig soziale Rollen, in denen Fürsorge, Verfügbarkeit oder emotionale Verantwortung im Vordergrund stehen. Sie werden beispielsweise zur „Mami“ im Team, zur immer verfügbaren „fleißigen Biene“ oder zum „Kummerkasten“ für Kolleg:innen. Solche Rollen können selbst gewählt, von anderen zugeschrieben oder mit der Zeit selbstverständlich übernommen werden.<span aria-hidden="true" class="PDq2pG_selectionAnchor"></span></p>
<p dir="auto" data-start="726" data-end="1203"><strong data-start="726" data-end="821">Warum können Rollen wie „Mami“ oder „Kummerkasten“ für Führungskräfte problematisch werden?</strong><br data-start="821" data-end="824" />Problematisch werden diese Rollen, wenn sie die eigene Führungsposition überlagern. Wer sich für alles verantwortlich fühlt, ständig verfügbar ist oder anderen regelmäßig Verantwortung abnimmt, setzt weniger klare Grenzen. Anerkennung entsteht dann möglicherweise vor allem für Fürsorge und Verfügbarkeit und weniger für die eigene Position, Kompetenz und Führungspersönlichkeit.</p>
<p dir="auto" data-start="1205" data-end="1586"><strong data-start="1205" data-end="1300">Kann eine Führungskraft fürsorglich und empathisch sein, ohne die „Mami“ im Team zu werden?</strong><br data-start="1300" data-end="1303" />Ja. Empathie und Fürsorge gehören für mich ausdrücklich zu guter Führung. Entscheidend ist, aus welcher Position heraus sie gelebt werden. Eine Führungskraft kann zuhören, unterstützen und Verständnis zeigen, ohne Verantwortung zu übernehmen, die bei den Mitarbeitenden selbst liegt.</p>
<p dir="auto" data-start="1588" data-end="1992"><strong data-start="1588" data-end="1652">Wie komme ich als Führungskraft aus der „Mami-Rolle“ heraus?</strong><br data-start="1652" data-end="1655" />Der erste Schritt ist die Klärung der eigenen Haltung: Wer bin ich als Persönlichkeit und als Führungskraft? Für welche Werte stehe ich? Wie möchte ich führen und wahrgenommen werden? Eine klare eigene Position erleichtert es, Grenzen zu setzen und nicht automatisch Verantwortung für Probleme und Befindlichkeiten anderer zu übernehmen.</p>
<p dir="auto" data-start="1994" data-end="2368"><strong data-start="1994" data-end="2046">Was hat Selbstpositionierung mit Führung zu tun?</strong><br data-start="2046" data-end="2049" />Selbstpositionierung beeinflusst, wie eine Führungskraft auftritt, welche Grenzen sie setzt und welche Rollen sie im Unternehmen übernimmt. Wer die eigene Führungsrolle und die persönlichen Werte geklärt hat, kann bewusster entscheiden, wann Unterstützung sinnvoll ist und wo die Verantwortung bei anderen bleiben muss.</p>
<p dir="auto" data-start="2370" data-end="2759"><strong data-start="2370" data-end="2446">Warum ist permanente Verfügbarkeit keine Voraussetzung für gute Führung?</strong><br data-start="2446" data-end="2449" />Permanente Verfügbarkeit kann dazu führen, dass eine Führungskraft immer mehr Verantwortung übernimmt und im operativen Hamsterrad landet. Gute Führung bedeutet nicht, jederzeit für alles zuständig zu sein. Klare Verantwortlichkeiten und Grenzen gehören ebenso zur Führungsrolle wie Unterstützung und Empathie.</p>
<p dir="auto" data-start="2761" data-end="3213" data-is-last-node="" data-is-only-node=""><strong data-start="2761" data-end="2869">Was haben Bezeichnungen wie „Mami“, „fleißige Biene“ oder „Kummerkasten“ mit der eigenen Wirkung zu tun?</strong><br data-start="2869" data-end="2872" />Solche Bezeichnungen können sichtbar machen, welche soziale Rolle jemand im Unternehmen eingenommen hat. Entscheidend ist nicht das einzelne Wort, sondern das damit verbundene Selbstverständnis und Verhalten. Deshalb lohnt sich die Frage, ob diese Rolle tatsächlich der Position entspricht, aus der man führen und wahrgenommen werden möchte.</p>
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